ELEPHBO

von am Donnerstag, 16. März 2017
Hallo ihr Lieben
Gerne möchte ich euch heute ELEPHBO vorstellen. Der ungewöhnliche Name setzt sich zusammen aus ELEPHant und kamBOdia. Denn Elephbo recyclet Zement-Verpackungsmaterial aus Kambodscha zu hochwertigen Produkten wie beispielsweise Portemonnaies, Laptoptaschen oder Weekendern. Zusätzlich zur umweltfreundlichen Philosophie, welche dahinter steckt, unterstützt Elephbo auch bedürftige Menschen.

Die Idee zu Elephbo kam Gründer und CEO Nicolas Huxley auf einer seiner Kambodscha Reisen.
In Kambodscha werden die leeren Zementsäcke aufgrund von mangelnder Organisation und Disziplin nicht ordnungsgemäss entsorgt und landen in grossen Mengen auf der Strasse. Elephbo hat es sich zur Aufgabe gemacht, zusammen mit verschiedenen Bauunternehmen das Material einzusammeln, aufzubereiten und weiterzuverarbeiten.

Bei diesem Upcycling-Verfahren werden die Säcke zuerst gewaschen, an der Sonne Kambodschas getrocknet und nachher nach Banja Luka, Bosnien zur Weiterverarbeitung transportiert. In einem kleinen Familienbetrieb arbeitet ein Team aus Designern, Künstlern und lokalen Schneidern an den verschiedenen Produkten. Ein Teil des erwirtschafteten Gewinnes fliesst dann auch direkt wieder zurück nach Kambodscha und Bosnien, um die Partnerproduktionsstätten vor Ort auszubauen und Einheimische Kräfte zu beschäftigen.

Neben Nicolas Huxley ist auch seine Schwester Julia Huxley Teil des Elephbo Teams und zuständig für das Marketing. Sie benennt der Vorteil der Säcke folgendermassen: "Das Zement Verpackungsmaterial bildet die perfekte Basis für unsere Taschen. Es ist extrem robust, sehr leicht und wasserfest." Zusätzlich verwendet das Unternehmen nur qualitativ hochwertige Materialien aus europäischer Herstellung wie italienischem Leder, Stoffe, Metalle, etc., welche die Fair-Trade Standarts erfüllen.


Upcycling
Upcycling (in Deutsch oft auch Aufwertung genannt) benennt das Verfahren, in dem die Qualitäten von vermeintlich Nutz- bzw. Wertlosem erforscht und in neue Zusammenhänge gestellt werden. Im Gegensatz zu Recycling, welches früher oder später immer statt findet, geschieht Upcycling nicht ohne menschliche Entscheidungen. Das Ausgangsmaterial soll mit allen Sinnen entdeckt und von neuen Standpunkten aus betrachtet werden, um damit experimentieren zu können. Künstler wie Marcel Duchamp, Pablo Picasso, Kurt Schwitters oder Robert Rauschenberg haben mit ihren Arbeiten den Grundstein zu dieser Arbeitsweise gelegt.

Upcycling-Projekte sind keine Lösung für das Müllproblem, denn im Verhältnis zum Abfallaufkommen wird nur ein kleiner Teil zu Mode- und Kunstprodukten verarbeitet.
Unternehmen wie Elephbo greifen das Problem jedoch auf und thematisieren es auf eine ästhetische und funktionale Weise, die mir für unser Land sehr passend erscheint.

Mit ihrer Unternehmensphilisophie und der Umsetzung ist das junge Unternehmen bereits sehr erfolgreich und wurde bereits mit dem ZHAW Alumni Awards und dem ersten Platz für "Best recycling product" beim Fernsehformat "Abenteuer Leben" auf Kabel1 ausgezeichnet.

Die Ziele für nächstes Jahr sind bereits gesteckt: 12 neue Produkte sollen lanciert und 28'000 Zementsäcke gesammelt werden - ich drück die Daumen!

Weitere Infos findet ihr hier auf der Website und im Onlineshop:
www.elephbo.com
Facebook: Elephbo
Instagram: @elephbo




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