Opernhaus Zürich: Ballett RESTLESS

von am Dienstag, 22. Dezember 2015
Am Sonntag, 20.12. durfte ich an der Ballettpremiere von RESTLESS im Opernhaus Zürich dabei sein. Unter dem vielschichtigen Begriff "RESTLESS" sind vier Choreografien von William Forsythe ("New Sleep"), Sol León / Paul Lightfoot ("Skew-Whiff"), Douglas Lee ("Aria") und Filipe Portugal ("Dialogos") vereint.

New Sleep 
Der Choreograph William Forsythe müsste den meisten Ballettgängern des Balletts Zürich bereits ein Begriff sein. Und auch sein Stück New Sleep wird von einigen bereits zu den Ballettklassikern gezählt. Drei clowneske Hauptfiguren, werden ganz in Forsythe-Manier durch das ganze Stück hindurch von rastlos getriebene Tänzer beeinflusst und verändert. Forsythe lässt die Tänzer zu elektronischer Musik von Thom Willems immer wieder ihre "Spitzen einnicken, die Linien brechen und abrupt die Richtung wechseln". Die ganze Aufführung wirkt auf mich wie ein grosses Experiment mit Choreographie, Licht, Tanz, Raum und Musik.

"Wenn Tanz nur das leistet, was er unseren Annahmen nach leisten kann, wird er erlöschen. Ich versuche stets, die Grenzen des Begriffs Choreografie herauszufordern."
 - William Forsythe

Skew-Whiff
Das Stück "Skew-Whiff" war mein absoluter Favorit der vier Aufführungen. Ein Stück zur Ouvertüre von Rossinis "Diebischer Elster" voller komischer Elemente, indem die Tänzer sowohl im Bereich Tanz, wie auch im Bereich Schauspiel unglaublich viel leisten müssen. Das verwundert es auch kaum, dass das Stück zu den erfolgreichsten von Sol Leon und Paul Lightfoot gehört.
Auch das Bühnenbild war unglaublich schön und ich musste mich beherrschen, nicht die Kamera zu zücken!







































Aria
Aria, das energiegeladene Pas de deux von Douglas Lee entstand 2012 für Christian Spucks Abschiedsgala beim Stuttgarter Ballett, bevor er Direktor des Balletts Zürich wurde. Zur Musik von Michael Gordon, David Lang und Julia Wolfe entwickelt sich die langsame Adagio-Einleitung zu einer wilden, athletischen Nummer.






















Dialogos
Die Kombination des Balletts Zürich mit dem Pianisten Nik Bärtsch und seiner Formation "Mobile" brachte zum Schluss nochmals eine neue Wendung in den Begriff "RESTLESS". Die Musiker und Tänzer versuchen alle Ausdrucksmöglichkeiten auszuloten und aus ihrer Wohfühlzone herauszutreten. Ich fühlte mich als Betrachterin gleichsam in diesen Prozess miteinbezogen.






Weitere Vorstellungen finden übrigens am 03.01./08.01./19.02./20.03./29.03.2016 statt!






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1 Kommentar:

  1. Tribut an die Technik zu bezahlen, die Rede war großartig

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